Tinkertank – Technik kreativ

Tinkertank

 

Ein Baustein im Übergang Schule – Beruf ist die Systematische Berufsorientierung. „Tinkertank-Workshops – Intelligente Kleidung“ sollen bei der Beruflichen Orientierung helfen.

 

Projekt „Tinkertank-Workshops – Intelligente Kleidung“

 

Nur ein geringer Anteil an Frauen macht in einem MINT-Studienfach ihren Abschluss. Bei den Ausbildungsberufen ist die Quote noch niedriger: Nur rund zehn Prozent der jungen Frauen wählen überhaupt eine Ausbildung im Bereich der Naturwissenschaften und Technik. Um junge

Frauen für MINT-Berufe zu begeistern, braucht es vor allem ein Umdenken. Zwei zentrale Ansatzpunkte sind das Andersdenken und die weiblichen Vorbilder:

  • Andersdenken: Mädchen reizt das Potenzial der Naturwissenschaften und der Technik und wie es positiv eingesetzt werden kann. Konkrete Fragestellungen sollten vermehrt im Mittelpunkt stehen: Wie können Gegenstände ästhetisch gestaltet werden? Wie können die Folgen des Klimawandels abgemildert werden? Wie können Krankheiten bekämpft werden?

  • Vorbilder: Wenn mehr Frauen den Weg in Technik und Naturwissenschaft finden, so unterrichten in der Folge automatisch mehr Frauen MINT-Fächer, leiten mehr Mentorinnen MINT-Workshops und treten Frauen in Filmen häufiger als Wissenschaftlerinnen und Programmiererinnen auf. Dadurch gibt es mehr Vorbilder für die Mädchen der neuen Generation. Eine MINT-Karriere wird für Frauen, was sie sein sollte: selbstverständlich.

 

Im Tinkertank-Projekt werden beide Ansätze verfolgt.

 

Mädchen soll ein spannender Zugang zum kreativen Umgang mit Technik ermöglicht werden, um ihr Interesse und Talent am handwerklichen und technischen Tun zu wecken. Er wird von der erfahrenen Mentorin Eva Schlechte, Dipl.-Designerin, umgesetzt. Sie arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien und verbindet diese mit technischen Elementen. Im Workshop können Schülerinnen erste Erfahrungen mit einer Auswahl an intelligenten Materialien machen: Gemeinsam werden Sensoren aus elektronisch leitfähigen Textilien entwickelt, Schaltkreise auf Stoffe gebügelt und genäht und mit Leuchtmitteln oder Motoren verbunden.

 

Im Juli 2019 werden 4 eintägige Workshops durchgeführt für jeweils zwölf Mädchen aus der 7., 8. oder 9. Klasse. Vier Schularten sind vertreten: Gymnasium, Realschule, Werkrealschule und Gemeinschaftsschule.

 

Weitere Workshops und Projekte in Planung

 

Jugendliche nutzen in unserer hochtechnisierten und medialen Welt technische Geräte vor allem als passive Konsumenten. Selten sind sie aktiv als Tüftler, Techniker und Handwerker. Das Projekt „Mit Kreativität und Technik Zukunft gestalten“ hat das Ziel, sie dazu zu motovieren und bietet ihnen die Möglichkeit ihre Rolle zu wechseln und die technische Welt spannend und aktiv als Tüftler, Techniker und Handwerker zu entdecken und zu gestalten.

 

Gemeinsam suchen Schülergruppen mit der Workshop-Leitung für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen in unterschiedlichen Themenfeldern innovative Lösungen, indem sie neue kreative technische Produkte und Geräte aus Elektroschrott und anderen Abfallprodukten bauen. Die Bereiche Technik, Handwerk, Elektronik, Medien und Kunst werden hierbei verbunden.

 

Am Ende eines Workshops werden die Ergebnisse präsentiert und es wird thematisiert, welche Berufsfelder bzw. Berufe sich mit den Themen des Workshops beschäftigen: Welche Profis suchen ebenfalls Lösungen zu Fragestellungen in diesen Themenbereichen? Dadurch wird den Jugendlichen aufgezeigt, wie vielfältig die Berufswelt ist und wie wichtig die unterschiedlichen Berufe und deren interdisziplinäres Zusammenwirken sind für die Lösungen der zukünftigen Herausforderungen.

 

 

Kontakt: Andrea Horlacher, RÜM-Projektleiterin, Tel. 07141 144-48791,